Marius

Marius der alte Däne
im Zoo von Kopenhagen
war Giraffe nicht Hyäne
hab ich mir lassen sagen

Marius, zweckgebundene Existenz
Erst warst du Anschauungsmaterial
dann wurd’st du Futter, ohne Senf
das ist wirklich nicht ideal

Ich würde aber auch nicht gern erschaffen,
geschlachtet und gegessen sein
egal ob ich wär Giraffe,
eine Fliege oder Schwein

Dem Löwen war’s ja wohl  egal
er hatte Hunger statt Heiterkeit
Nun ist er satt, so ist’s nun mal
und vielleicht tut’s ihm ja jetzt Leid

Schlechte Tage

Im Regen stehen im Regen stehen
und die super Sachen von hinten sehen
es gibt nicht nur gute Tage – es gibt auch schlechte Tage

Wir stehen hier – wartend auf’s Bier
aber es gibt nur Sekt – der muss ja auch mal weg
im Graben des Lebens – warten wir vergebens
am Rande das Schwein – das trinkt lieber Wein

Ich seh dir in’s Auge – während ich an dir sauge
Es ist so schön das Sein – wir woll’n zusammen bleib’n
Ich nehm dann das Beil – Du bist wie Eis so geil
wir bleiben hier stehn – im Regn

und denke ich dann – an den Weltuntergang
über den ich einst sang – voll Angst und Bang
nun tut’s nicht mehr weh – weil ich dich jetzt seh
ein Leben im Schnee – du bist geil wie Tee

du schreibst in den Wind – das wir zusammen sind
verwegen und edel – ich setze das Segel
draußen ist finster – wir fraßen den Ginster
glaub mir du brauchst nicht – zu wissen was ist

drüben ist auch nicht besser – sagt die Frau mit dem Messer
sie sticht auf Dich ein – doch ist’s nur zum Schein
schwer atmend überlebst – den Kopf du hebst
und fragst wo der Sinn – dann liegt darin

Verblasst

Wolken umhülln mich – Das Denken ist Schwamm
Muskeln entspannt – Im Rennen verbrannt
Nur liegen und spüren – In mir tief drin
Ein dunkles Pochen – Unklar doch da

Ein Clown kommt herein – Die Dunkelheit folgt
Schmerzen von gestern – Die spür ich nicht mehr
Angst in der Ecke – Ein scheues Tier
Schneider’s Helge – hilft nicht mehr

Ein Gebirge erdrückt – Auf der Brust ein Gewicht
Atmung ohne Kraft – Wieder im Haus
Der Kindheit so nah – Vertraut und sicher
Der Clown er spricht – Das weite Feld

Wolken umhülln mich – Das Denken ist Schwamm
Muskeln entspannt – Im Rennen verbrannt
Nur liegen und spüren – In mir tief drin
Der Clown er spricht – Das weite Feld

Der Wind streicht – Farben dort
Blass – Verblassend – Verblasst

Fremdheit in mir

Fremdheit in mir (nach den Cramps)

Wenn du blau dich fühlst
mit wem sprichst du dann
Wenn du alleine bist
was willst du dann tun
Ist der Tod dir lieb,
oder ist es die Fremdheit in mir

Wenn dein Herz traurig ist
willst nicht tot du sein
Wenn dein Liebstes ging
atmest du noch frei
Wirst du Tränen fühl’n
oder ist’s nur die Fremdheit in mir

Ich geh für immer weg
werde dich nicht mehr sehn
hab’s schon oft versucht
und es dann doch nicht geschafft
soll ich nun doch gehn
oder bringen die Fremdheit in mir